RAKU

RAKU:

Raku ist eine spezielle Technik der Keramikherstellung, die aus Japan stammt. Dieses Verfahren hat eine koreanische Keramikerfamilie (Vater und Sohn) im 16. Jahrhundert erfunden. Meister Chojiro hat zuerst eine schwarze und eine rote Teetasse ohne Verzierung hergestellt. Die Tasse wurde innerhalb kürzester Zeit populär. So kam sie in die Sammlung des Feldherrn Hidejosi, der selbst ein großer Kunstliebhaber war. Es geschah nämlich so, dass Meister Chojiro eine von seinen Tassen dem "Teemeister" ” Szen-no-Rikjú Hidejosi geschenkt hat. Der Großherr hat dem Künstler als Dank ein Goldsiegel mit dem RAKU-Zeichen, was "Freude" bedeutet, geschenkt. (In einer anderen Übersetzung: "die Kunst der Muße"). Die von den Nachfolgern des Meisters hergestellten Tassen werden auch seitdem RAKU genannt.

 

RAKU ist eine besondere Verfahrensweise, durch die die Keramik die endgültige Farbe bekommt. Im Grunde genommen werden auf die bereits einmal gebrannte Keramikoberfläche verschiedene Metalloxide aufgetragen, anschließend wird sie ein zweites Mal gebrannt. Der aufgetragenen Glasur und dem Ton wird durch das Brennen chemisch gebundener Sauerstoff entzogen, wodurch sich zahlreiche besondere Farbwirkungen bilden.

Das zweite Brennen erfolgt bei offener Flamme, wobei die Keramik in rot glühendem Zustand, bei Temperaturen um 1000 °C (siehe die beigelegten Bilder) dem Ofen entnommen und einige Stunden bedeckt (gedrosselt) wird. Sie wird mit Erde, Blättern und brennbaren Stoffen (Papier, Sägemehl usw.) bedeckt, damit sie an der Luft nicht wieder oxidiert. Die bedeckten brennbaren Stoffe bringen eine stark reduzierende Atmosphäre zu Stande, infolgedessen die auf den Stoff aufgetragenen Anstriche mit spezieller Zusammensetzung in Regenbogenfarben schillern.

Das endgültige Äußere wird durch zahlreiche winzige Umstände bestimmt, so auch das, wo die Keramik farbig, metallisch oder matt wird , wo die Glasur einen Riss bekommt, usw. Die unglasierte Keramik wird durch das Brennen grau oder schwarz. Wenige Werke bestehen die Probe, deshalb riskieren Wenige die Arbeit, aber wenn es gelingt, spricht das Ergebnis von sich. Nach der endgültigen Kühlung erreicht die Glasur den endgültigen Zustand. Nachdem wir den Ruß endgültig abgerieben haben, können wir einen wunderschönen Gegenstand in der Hand halten. Er sieht aus wie eine mehrere 1000 Jahre alte Reliquie. Wer dies besitzt, der weiß, dass seines einzigartig ist...

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